Mittwoch, 16. März 2016

Facebook und Fotografie - Warum ich auf Facebook immer inaktiver werde


Vor rund drei Jahren habe ich mir eine Facebookseite erstellt. Ich wollte mit einer Community kommunizieren, die meine Bilder sieht, bewertet und teilt, wenn sie ihr gefallen. Der Blog war für mich nicht genug, denn hier war keine richtige Kommunikation möglich. Ich machte einen Monat lang ein bisschen Werbung in verschiedenen Gruppen, verlinkte die Facebook-Seite auf meinem Blog und auf dem YouTube-Kanal. So sammelte ich die ersten "Likes" an. Die intensive Werbung in Facebook-Gruppen stoppte ich nach rund einem Monat, da ich bemerkte, dass die Hälfte der angeworbenen Leute, ein "Relike" forderte. Dass Leute meine Seite nur mit "Gefällt mir" markiert haben, weil sie auf ihrer eigenen Seite ebenfalls eine hohe Fananzahl erreichen wollten, kam mir schon sehr absurd vor. Von da an, im Sommer 2014, kamen seltener neue Leute, aber es waren Leute, die sich auch wirklich für meine Bilder interessierten. Immer wieder kamen vor allem Fotos mit aktuellem Bezug sehr gut an und wurden öfters sogar geteilt, was neue Besucher brachte. Schnell merkte ich aber, dass nur bestimmte Fotos gut ankommen und ein Großteil der Fotos, die mehr Zeit zum Anschauen brauchen, überhaupt nicht auf Facebook ankommen. Und ich persönlich bin auch nicht auf Facebook online, um mir tolle Bilder anzuschauen. Da gibt es natürlich Ausnahmen, aber ich möchte immer auf Facebook sehen, was es neues gibt.



U-Bahn Berlin Foto Andreas Blauth

Nach einiger Zeit bemerkte ich also, dass die meisten meiner Bilder für Facebook nicht geeignet sind. Auf Facebook gilt: Kitsch und Aktuelles kommt immer an. Der Rest juckt keinen. Vor allem Ersteres erfüllen nur sehr wenige meiner Bilder. Das und die Tatsache, dass ein Algorithmus die
 Reichweite eines Postes extrem einschränkt, führte dazu, dass ich auf Facebook immer inaktiver wurde. Heute ist es so, dass ich eher selten etwas auf Facebook poste. Ich poste sehr selten Bilder, sondern nur noch Links zu meinem Blog. Diejenigen, die meine Bilder interessieren, können sich die Fotos dann in Ruhe auf meinem Blog anschauen und scrollen nicht einfach weiter. Facebook hat mir eine kurze Zeit Spaß gemacht, aber mittlerweile bin ich eher derjenige geworden, der andere Plattformen nutzt oder Menschen im Real-Life fragt. Da bekommt man zumindest viel direkter die Kritik oder das Interesse an den Bildern mit. Wer auf Facebook erfolgreich sein möchte, muss Werbung machen oder schlaue Zitate raushauen, die oft geteilt werden, aber oft den Hauptinhalt einer Seite nicht treffen. Außerdem braucht man viel Zeit, und die möchte ich mir - da bin ich ehrlich - nicht mehr nehmen. Ich möchte mich noch mehr auf das Fotografieren konzentrieren.
Wenn ich Bilder poste, dann mache ich das auf meinem Blog oder für alle Smartphone-Nutzer auf Instagram, wo das Hochladen eines Bildes deutlich einfacher und schneller ist.
Wie seht ihr das? Ist Facebook die richtige Plattform für Fotos?

Foto Flughafen Fotografie Andreas Blauth


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