Sonntag, 1. März 2015

Zu Besuch in Nordstadt

Nicht weit hinter dem Dortmunder Hauptbahnhof lande ich, man könnte sagen in einem anderen Land. Ein Land in Deutschland, wo unzählige Nationen aus der ganzen Welt zusammen auf einem Fleck versammelt sind. 
Vor etwa zwei Wochen habe ich dem Dortmunder Stadtteil Nordstadt mal für rund eine Stunde einen Besuch abgestattet. Nachdem ich im Herbst 2014 mit dem Duisburger Stadtteil Bruckhausen schon einen ähnlichen Ort besucht hatte, erwartete ich hier auch eine ähnliche Atmosphäre. Und das war auch der Fall. Allerdings ist Dortmunds Innenstadt im Norden deutlich größer, was ich im Nachhinein als sehr unübersichtlich und noch viel ungewohnter als in Bruckhausen empfand. Zusammen mit meinem Foto-Freund Jacob gehe ich durch die ersten Straßen und Gassen der Nordstadt und gucke mir zunächst ein bisschen die Ortschaft an. Doch es soll lange dauern, bis ich die Kamera auspacke und erste Fotos mache. Das geschieht auf einem Spielplatz, von dem aus man die Hinterhöfe der Häuser sehen kann. Und bald geht es weiter durch die Straßen, momentan auf der Suche nach dem Zentrum der Nordstadt. Doch der gesuchte Park stellt sich als wir ihn finden als nicht besonders interessant heraus. Wieder zurück komme ich an einem Kiosk vorbei, an dem ein kleiner Junge Süßigkeiten haben möchte. Doch selbst die Verkäuferin versteht den Jungen nicht. Als sie ihm Süßigkeiten gibt, rennt der Junge ohne bezahlt zu haben weg. Ob das so erlaubt war, konnte ich aus dem Gespräch nicht verstehen. 
Bald gelangen wir in eine Straße, auf der mit einem Mal sehr viel Menschen stehen. Es sind die unterschiedlichsten Menschen, die sich immer wieder mitten auf der Straße versammeln. Man könnte sagen, die Straße ist die "Shopping-Meile" der Nordstadt. Kiosks, ein 1-Euro-Laden, Imbiss-Buden, Mode-Läden, Obstläden, ein kleiner Laden mit beispielsweise Möbeln sowie anderem Kram und eine Menge Menschen. Erst hier fange ich richtig an, zu fotografieren. Mit "unterschiedliche Menschen" meine ich auch die unterschiedlichen Reaktionen darauf, dass zwei Hobbyfotografen den Ort besuchen. Einige wenige Menschen möchten fotografiert werden, andere lassen sich auf Anfrage unsererseits ablichten und wieder andere reagieren sehr kritisch. Einige werden sogar nahezu "panisch", kommen zu uns und sagen mit strengem Ton: "Nein Foto", obwohl wir sie gar nicht fotografiert, geschweige denn überhaupt zuvor gesehen haben. So viele unterschiedliche Menschen-Typen verschiedener Nationen auf einer Straße, das war schon sehr besonders. 
Aber insgesamt war mir der ganze Ort ein bisschen groß und unübersichtlich. Das es kein Urlaubsort ist, war mir natürlich klar, aber teilweise war die Atmosphäre schon sehr merkwürdig. Auch musste man verdammt aufpassen, dass keiner der Leute einem zu nahe kommt, denn Diebstahl ist hier jederzeit möglich. 

       Hier sehr ihr die Fotos, die ich in Dortmund-Nordstadt gemacht habe.


















Alle Rechte der hier gezeigten Bilder liegen bei Andreas Blauth. Für die Verwendung der Bilder ist meine Erlaubnis erforderlich, die per E-Mail erfragt werden kann.

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