Donnerstag, 30. April 2015

Ein zweiter Besuch in Duisburg Bruckhausen.

Vor etwa drei Wochen habe ich ein zweites Mal den Duisburger Stadtteil Bruckhausen zusammen mit Tom Thum und Jacob Voges besucht. Ein zweites Mal den Ort, der einst vor allem als Arbeitersiedlung aufgrund des nahe gelegenen Thyssen-Krupp-Werks diente. Doch diese Zeiten sind offenbar vorbei, denn längst haben sich hier vor allem rumänische Einwanderer niedergelassen. Schon letztes Mal, das war im Oktober letzten Jahres, fand ich die Atmosphäre in diesem Ort sehr interessant. Doch als ich Duisburg-Bruckhausen nun wieder besuchte, wunderte ich mich zunächst, denn es war irgendwie anders. Waren die Leute doch das letzte Mal sehr offen, begegneten uns zunächst nicht nur wenige Menschen, sondern auch viel Ablehnung und wenig Offenheit. Ich habe es nicht erwartet, dass die Leute wieder so drauf sind, doch es war im Gegensatz zu letztem Mal ein Unterschied. Eine andere Stimmung. Erst nach einer guten halben Stunde lockerte sich alles etwas auf, als mein Freund Tom Thum ein Foto, das er letztes Mal gemacht hatte, dem fotografierten Kind übergab, und sich das Interesse zu dem, was wir machen, bei den anderen Menschen, die sich in der nähe befanden, etwas mehr öffnete. Kinder kamen, stellten sich hin, und wollten fotografiert werden, und erst jetzt konnte man wiedererkennen, was man vor ein paar Monaten erlebt hatte. Hier also ein paar Ergebnisse aus Bruckhausen im April 2015.








Dieser Junge wollte unbedingt am Steuer eines Auto fotografiert werden. Schnell hatte ich ein Bild im Kopf, wir machten die Autotür zu und ich fotografierte durch die Fensterscheibe, sodass eine Kombination aus einem Portrait mit Spiegelungen entstand.


Dieses Bild zeigt eine für Bruckhausen typische Fassade eines Hauses der ehemaligen Arbeitersiedlung. Die starke Mittagssonne brachte markante Linien in das Bild, sodass ich mich im Nachhinein  um 90 Grad zu drehen, um etwas Abstrakteres ins Bild zu bringen.


Der Versuch, das kleine Mädchen zu fotografieren, misslang und wurde später auch untersagt, aber mit diesem Bild, das ich ebenfalls durch die Fensterscheibe gemacht habe, denke ich, ist ein guter Kompromiss gelungen.



Von diesen fünf Leuten habe ich eine größere Auswahl an Bildern gehabt. Unter anderem war auch ein Bild dabei, wo alle nett und "perfekt" gucken. Letztendlich habe ich mich für dieses Bild entschieden, das entstand, als sie schon zu mir liefen, um die Bilder anzuschauen.




Eigentlich ein Zufall, dass er seine Augen für kurze Zeit geschlossen hatte, doch ich finde, dass das Foto irgendwie etwas hat.









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 © Andreas Blauth | 2015

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