Donnerstag, 26. Februar 2015

Waldfotografien der besonderen Art - Verläufe und Spiegelungen

Wenn man die folgenden Bilder sieht, sagt man sicherlich direkt, dass sie durch digitale Bildbearbeitung entstanden sind. Einfach zwei Ebenen und Schnittmaske mit Verlauf in Photoshop erstellt und fertig. Falsch. Diese Bilder haben lediglich die typische einfache RAW-Bearbeitung bekommen. Wie die Bilder wirklich entstanden, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Vor etwa zwei Wochen bin ich an einem trüben Tag morgens in einen nahegelegenen Wald gegangen und wollte die trübe, morgendliche, nebelige Stimmung mit meiner Kamera einfangen. Als ich in den Wald gelange, bin ich zunächst etwas enttäuscht. War der Nebel auf dem Weg in den Wald auf den Feldern noch sehr sichtbar, kam er im Wald kaum zum Vorschein. Ich fing jedoch trotzdem an, das beste aus dem nicht optimalen Bedingungen zu machen und fotografierte sobald ich im Wald war an ein paar interessanten Spots. Als ich weitergehe und die Kamera nebenher trage, finde ich noch einzelne orangene bunte Blätter, die ich fotografieren möchte. So stelle ich also mein Stativ auf, hole meine Kamera heraus und setze mein Lieblingsobjektiv, das Canon EF-S 60mm, heraus, um zu starten. Und dann kommt es wie so oft: Ich möchte meine Kamera richtig einstellen, sehe aber nur schwarz merke erst nach einer gefühlten Ewigkeit, dass ich noch meinen Objektivdeckel vorne befestigt habe. Und dann kommt das, was meine unteren Bilder letztendlich ausmachte. Ich nehme den Objektivdeckel ab sehe in meinem Kamera-Bildschirm eine Mischung aus den Bäumen im Wald und eine Spiegelung und denke mir nur so: Wie geil sieht das denn aus? Es war nur diese eine Moment, wo ich den Deckel abnehme, der mir die Idee gab, mit dem Objektivdeckel zu arbeiten - so bekloppt es klingt. Denn seine untere Fläche glänzt und spiegelt.
Jetzt suchte ich mir also den richtigen Bild ausschnitt und probierte verschiedene Perspektiven aus - und ich gestaltete für den gewissen Extrakick, also "das Salz in der Suppe" mit dem Objektivdeckel.
Nachträglich haben die Bilder von mir eine einfache RAW-Bearbeitung mit Kontrast-, Dynamik und Sättigungserhöhung bekommen. Darüber hinaus habe ich die Bilder auch oft um 90 oder 180 Grad gedreht, sodass einige der Bilder nochmal interessanter bzw. auch abstrakter wirken.
Ich denke schon, dass die Ergebnisse besonders sind und für sich sprechen. Ich denke, der ein oder andere wird die Bilder sicherlich als ein wenig kitschig empfinden, aber ich muss dieses Mal wirklich sagen, dass ich die Bilder sehr mag.  Jetzt bin ich natürlich gespannt auf eure Meinung zu den Bildern!















Alle Rechte der hier gezeigten Bilder liegen bei Andreas Blauth. Für die Verwendung der Bilder ist meine Erlaubnis erforderlich, die unter "Kontakt" erfragt werden kann.

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