Vor etwa drei Wochen habe ich ein zweites Mal den Duisburger Stadtteil Bruckhausen zusammen mit Tom Thum und Jacob Voges besucht. Ein zweites Mal den Ort, der einst vor allem als Arbeitersiedlung aufgrund des nahe gelegenen Thyssen-Krupp-Werks diente. Doch diese Zeiten sind offenbar vorbei, denn längst haben sich hier vor allem rumänische Einwanderer niedergelassen. Schon letztes Mal, das war im Oktober letzten Jahres, fand ich die Atmosphäre in diesem Ort sehr interessant. Doch als ich Duisburg-Bruckhausen nun wieder besuchte, wunderte ich mich zunächst, denn es war irgendwie anders. Waren die Leute doch das letzte Mal sehr offen, begegneten uns zunächst nicht nur wenige Menschen, sondern auch viel Ablehnung und wenig Offenheit. Ich habe es nicht erwartet, dass die Leute wieder so drauf sind, doch es war im Gegensatz zu letztem Mal ein Unterschied. Eine andere Stimmung. Erst nach einer guten halben Stunde lockerte sich alles etwas auf, als mein Freund Tom Thum ein Foto, das er letztes Mal gemacht hatte, dem fotografierten Kind übergab, und sich das Interesse zu dem, was wir machen, bei den anderen Menschen, die sich in der nähe befanden, etwas mehr öffnete. Kinder kamen, stellten sich hin, und wollten fotografiert werden, und erst jetzt konnte man wiedererkennen, was man vor ein paar Monaten erlebt hatte. Hier also ein paar Ergebnisse aus Bruckhausen im April 2015.
Eigentlich ein Zufall, dass er seine Augen für kurze Zeit geschlossen hatte, doch ich finde, dass das Foto irgendwie etwas hat. |
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© Andreas Blauth | 2015
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