Freitag, 17. April 2015

SCHWARZ WEISS ODER FARBE? TIPPS FÜR DIE ENTSCHEIDUNG - FOTOGRAFIE TIPPS


Ihr kennt die Situation sicherlich: Ihr wollt ein Bild, dass ihr gemacht habt,  bearbeiten, sitzt vor eurem Bildbearbeitungsprogramm, schaut euch das Bild an, und nun wollt ihr entscheiden, ob das Foto eine farbige oder eine schwarz-weiße Bearbeitung verdient hat. Doch schnell seht ihr, dass beide Versionen ihren Reiz haben, doch nur eine Version möchtet ihr letztendlich verwenden. Mit diesem Blogartikel kann ich euch versichern, dass euch wenn ihr die folgenden Tipps befolgt die Entscheidung für euch wesentlich schneller und einfacher verlaufen wird.

Grundsätzlich sollte man sich erst einmal die übergeordnete Frage stellen: Was zeichnet das Bild genau aus? Sind es die Farben im Bild, die so stark und gesättigt vorkommen und das Foto dadurch sehr frisch aussehen lassen? Dann sollte man generell eher eine Farbbearbeitung wählen. Oder gefallen euch die Farben im Bild gar nicht oder treten sie nur sehr entsättigt und schwach auf? Dann wäre ganz klar Schwarz-Weiß besser für euer Bild geeignet.

Auch sollte man überprüfen, ob das Bild rauscht. Rauschen heißt nämlich keinesfalls, dass die Qualität eines Fotos schlecht ist. Denn Rauschen kann extrem gut aussehen, jedoch nur, und ich denke, dass man dies ziemlich pauschal sagen kann, wenn das Bild nur aus Schwarz-Weiss besteht. Was in Schwarz-Weiß durchaus oft als Stilmittel verwendet wird, gilt jedoch bei einer Farbbearbeitung als Störer, der dichtbar die Qualität eines Fotos beeinträchtigt. Ihr fragt euch sicherlich warum es da so einen großen Unterschied gibt. Schauen wir uns ein verrauschtes schwarz/weißes Bild in der vergrößerten Ansicht an, fällt uns auf, dass das Bild lediglich aus schwarzen und weißen Punkten oder "Körnern" besteht, die regelmäßig erscheinen und nicht störend geschweige denn besonders auffallen wirken. Nun schauen wir uns ein verrauschtes Farbbild in der vergrößerten Ansicht an, dass eine eigentlich schwarze Fläche zeigt. Diese schwarze Fläche allerdings besteht aus vielen "verdreckten", leicht farbigen Punkten, die nicht nur extrem unregelmäßig vorkommen, sondern dessen Farben auch sehr schlecht zu definieren sind und somit generell als sehr störend empfunden werden. Somit wird klar, dass wenn ein Bild verrauscht ist die schwarz-weiße Version bevorzugt werden sollte.

Rauschen in Schwarz-Weiß

Unregelmäßiges und störendes Farbrauschen auf eigentlich schwarzer Fläche

Darüber hinaus sollte man Linien und interessante Strukturen im Foto beachten. Wenn diese vorkommen, ist meistens Schwarz-.Weiß vorzuziehen. Bestimmte Muster und spannende Strukturen in einem Bild wirken in Schwarz/Weiß einfach besser. Manchmal kann nämlich Farbe extrem vom Wesentlichen, in diesem Fall z. B. von bestimmt angeordneten Linien, ablenken, weswegen die Begrenzung auf Schwarz-Weiß somit wesentlich sinnvoller ist.

Auch die emotionale Stimmung, sofern sie für euer Bild sehr wichtig ist, kann wichtig für eure Entscheidung zwischen Schwarz-Weiß und Farbe sein. Ruhiger, symmetrischer Bildaufbau oder trauriger, aussagekräftiger Inhalt verdient generell ein schwarz-weiße Bearbeitung, weil hier Farben vom wesentlichen Bildinhalt sehr ablenken könnten. Habt ihr eine freudige, unterhaltende oder lustige Stimmung, ist jedoch Farbe in den meisten Fällen wirkender.
Und auch überhaupt euer Motiv ist wichtig für das richtige Entscheiden. Habt ihr ein dreckiges, verlassenes, tristes Motiv? Dann wäre hier Schwarz-Weiß von Vorteil. Oder habt ihr ein schön aussehendes Motiv, wo auch wiederum die Farbe vorkommt, ist Farbe der logischere Weg.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man sich für die richtige Entscheidung der zwei Versionen das genau Betrachten und vor allem das Hinterfragen verschiedener Kriterien eines Bildes wichtig. Und ich denke, dass man mit den im Artikel genannten Tipps und Gedanken, schon sehr viel dafür getan hat, eine gute Entscheidung schnell, einfach und sicher getroffen zu haben. Und wenn ihr immer noch an der richtigen Entscheidung zweifelt, obwohl ihr euch schon diese Gedanken gemacht habt, gibt es nur noch den Ausweg, Freunde, Bekannte oder die Community in sozialen Netzwerken zu fragen, was sie bevorzugen. Jedoch bin ich der Meinung, dass es mein Bild ist und ich auch bestimmen sollte, wie das finale Foto aussehen soll.



Zu guter Letzt findet ihr noch ein paar Beispiele, wo ich euch erkläre, warum ich mich für welche Version entschieden habe.


Bei diesem beiden Versionen habe ich mich aufgrund der kräftigen Farben im Bild, die mir auch sehr gut gefallen, für die Farbversion entschieden. Die schwarz-weiße Version gefiel mir nicht, weil das Bild durch die fehlenden Farben sehr matschig und langweilig aussieht.




Bei diesem Bild habe ich mich für die schwarz-weiße Bearbeitung entschieden, da mir die Kontraste und die Begrenzung auf die Lichtführung in der schwarz-weißen Version sehr gefiel. Den Kontrasten verleiht die farbige Version kaum Ausdruck, darüber hinaus gefallen mir die Farben im Bild auch nicht.


Eine ausführlichere Fassung dieses Themas findet ihr in meinem Video, dass ich dazu produziert habe!

Es würde mich freuen, wenn du das Video oder den Blogartikel mit deinen Foto-Freunden teilst :)









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 © Andreas Blauth | 2015

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